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Das kleine 1×1 der Kommunalpolitik – Politik, die deinen Ort prägt

  • 8. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Blick auf die Gemeinde Rangsdorf


Wenn wir über Politik sprechen, denken viele zuerst an Berlin, Minister*innen oder große Schlagzeilen. Doch – und das ist das Allerwichtigste – Politik beginnt direkt vor deiner Haustür. In unserer Gemeinde Rangsdorf entscheidet die Gemeindevertretung darüber, wie unser Alltag aussehen soll: von der Schule über den Wohnungsbau bis zu Freizeitmöglichkeiten am Rangsdorfer See.


Was ist Kommunalpolitik eigentlich?


Kommunalpolitik ist die Politik auf Gemeinde- und Landkreis-Ebene. Sie betrifft Entscheidungen über Dinge, die wir jeden Tag sehen und spüren: Wie sicher sind unsere Straßen? Wo wird gebaut? Gibt es genug Plätze in der Kita? Wie soll sich Rangsdorf weiterentwickeln? Diese Fragen werden im Gemeindeparlament und in Ausschüssen besprochen und entschieden.

In Rangsdorf leben rund 11.800 Menschen – eine Zahl, die stetig wächst und zeigt, wie lebendig unsere Gemeinde ist.


Die handelnden Personen

In Rangsdorf gibt es eine Gemeindevertretung, die aus gewählten Vertreter*innen der Bewohner und dem hauptamtlichen Bürgermeister besteht.  Gemeinsam trifft die Gemeindevertretung Entscheidungen, die uns alle betreffen.

Bei der letzten Kommunalwahl setzte sich die politische Landschaft aus verschiedenen Parteien und Wählergruppen zusammen – unter anderem SPD, CDU,FDP, Die Rangsdorfer, Die Linke und AfD, die in unterschiedlichen Ausschüssen vertreten sind.

Der Bürgermeister leitet die Verwaltung, setzt Beschlüsse um und ist oft der erste Ansprechpartner für Bürgeranliegen.


Wie entsteht eine Entscheidung?

Der Weg von einer Idee zum Beschluss ist oft ähnlich, egal ob es um neue Spielplätze, Radwege oder Häuser geht:

  1. Ein Antrag wird eingebracht – zum Beispiel von einer Fraktion in der Gemeindevertretung oder auch aus der Verwaltung.

  2. Beratung in Ausschüssen – hier werden Details geklärt: Was kostet es? Wen betrifft es? Welche Regeln gelten?

  3. Abstimmung im Rat – alle Gemeindevertreter*innen entscheiden gemeinsam.

  4. Umsetzung durch die Verwaltung – das Rathaus sorgt dafür, dass der Beschluss Realität wird.

Ein aktuelles Beispiel sind Bauleitplanverfahren in Rangsdorf: Die Gemeindevertretung hat beschlossen, neue Flächen zum Beispiel für gewerbliche Nutzung oder schulnahe Bereiche zu planen, und beteiligt die Öffentlichkeit daran. Bürgerinnen und Bürger können diese Pläne einsehen, kommentieren und mitgestalten.


Mitbestimmung – deine Chance, gehört zu werden

In Rangsdorf gibt es viele Wege, wie du dich einbringen kannst:

  • Kommunalwahlen – alle paar Jahre entscheidest du, wer dich im Rat vertritt, oder ob Du dich selbst in den Rat einbringen möchtest

  • Bürgerbeteiligung bei Bauplänen & Konzepten – oft gibt es offizielle Beteiligungsphasen, in denen du Stellungnahmen abgeben kannst.

  • Orts- und Stadtteilbeiräte – in manchen Gemeinden existieren zusätzliche Gremien, die sich speziell um Ortsteile und lokale Themen kümmern.

  • Du kannst dich in der Einwohnerfragestunde einbringen.

  • Viele Fraktion haben offene Fraktionssitzung, die man als Gast besuchen kann.

  • Du kannst in den verschiedenen Beiräten mitwirken oder sachkundiger Einwohner*in werden

Du hast Familie und kannst nicht zu den Sitzungen ins Rathaus gehen? Kein Problem, du kannst alle Sitzungen der Gemeindevertretung und der Ausschüsse per Livestream verfolgen: 


 



Ein kleines Beispiel aus dem echten Leben

Stell dir vor, du spazierst am Abend am Rangsdorfer See oder durch deinen Ortsteil. Vielleicht fragst du dich: Warum wird dieses Feld nicht bebaut? Könnte hier ein Jugendtreff entstehen? Oder mehr Wohnraum für Familien? 


Genau hier beginnt Kommunalpolitik. Solche Fragen landen nicht zufällig auf dem Tisch, sondern werden politisch aufgegriffen – etwa durch einen Antrag im Gemeindeparlament, eine Idee aus der Verwaltung oder Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern. Bevor jedoch entschieden wird, ob und was gebaut werden kann, schaut die Gemeinde zunächst in den Flächennutzungsplan. Er zeigt, wofür eine Fläche grundsätzlich vorgesehen ist: Wohnen, Grünfläche, Gewerbe oder Gemeinbedarf. Ist dort zum Beispiel eine Grünfläche eingezeichnet, kann nicht einfach gebaut werden – dann müsste dieser Plan zuerst geändert werden.


Wird eine Weiterentwicklung grundsätzlich für sinnvoll gehalten, folgt die Beratung in einem Fachausschuss. Dort wird diskutiert, ob das Vorhaben zum Ortsbild passt, welche Kosten entstehen und welche Auswirkungen es auf Verkehr, Natur und Nachbarschaft hat. Soll es konkret werden, erarbeitet die Gemeinde einen Bebauungsplan. Dieser legt genau fest, was gebaut werden darf, wie hoch Gebäude sein dürfen und wie das Gebiet am Ende aussehen soll.


Auf dieser Grundlage entscheidet die Gemeindevertretung, ob und wie weitergeplant wird. Häufig schließt sich eine Bürgerbeteiligung an: Pläne werden öffentlich ausgelegt, Stellungnahmen können abgegeben werden, Anregungen fließen in die weitere Planung ein. Erst danach fällt die endgültige Entscheidung – und die Verwaltung setzt sie Schritt für Schritt um.

So wird aus einer scheinbar einfachen Frage beim Spaziergang ein politischer Prozess, an dem viele beteiligt sind und der am Ende sichtbar verändert, wie Rangsdorf aussieht und sich anfühlt.

In Rangsdorf laufen derzeit Planungsverfahren für neue Bebauungspläne und Änderungen des Flächennutzungsplans, bei denen die Gemeindevertretung entscheidet, welche Flächen wie genutzt werden sollen – und bei denen die Bürger*innen aktiv mitreden können.


Aktuelle Verfahren kannst du hier einsehen:


Planungsvorhaben in deiner Region findest du auch hier:



Fazit:

Kommunalpolitik betrifft uns alle – vom Spielplatz bis zum Ortskern. Sie beginnt direkt vor Ort, und jede Stimme zählt.

 


 
 
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